„L’elisir d’amore“ – 7./9. Mai 2014

Würde man eine Aufnahme dieser Abende jemanden unvorbereitet vorspielen, ohne die Sängernamen oder den Aufnahmeort zu verraten, würde sicherlich ein wildes Gerate mit den Namen absoluter Weltstars einsetzen. Kaum jemand würde erraten, daß alle fünf Sänger Ensemblemitglieder bzw. Mitglieder des Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper sind, denn ihre Leistungen in der auch nach siebenunddreißig Jahren bezaubernden Inszenierung von Jean-Pierre PONNELLE konnten sich locker mit denen der bekanntesten Rollenvertretern messen. Andere Opernhäuser muß eigentlich der blanke Neid packen.
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„Andrea Chenier“, – 2. Mai 2014

Vor sechseinhalb Jahren sah ich diese Produktion von Grischa ASAGAROFF das erste Mal. Einige, der Negativa, die ich damals anmerkte, sind verschwunden, beispielsweise das völlig effektlose Finale. Jetzt gingen Chenier und Maddalena einfach nach hinten ab, anstatt eine Art Fahrstuhl zum Schaffott zu besteigen. Auch die Frisuren sind ansehnlicher geworden. Der Rest entsprach dem damaligen Eindruck.
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„Cosi fan tutte“ – 15. März 2014

Die Inszenierung und die Bühnenbilder von Marco Arturo MARELLI sind zeitlos schön. Sie haben auch in den dreiundzwanzig Jahren seit der Premiere nichts von ihrer Ästhetik, ihrer klugen Beobachtung menschlicher Schwächen und auch der durchdachten Personenregie verloren. Die kleidsamen Kostüme von Dagmar NIEFIND-MARELLI tun ihr übriges dazu, daß die Sänger sich wohlzufühlen scheinen.
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„Buddy Holly reloaded“ – 24. Februar 2014

In einer Stadt wie Hamburg verstecken sich immer Dinge, die zu entdecken sich lohnt.

In diesem Fall fing es für uns mit einem Tweet an. Earl CARPENTER, Lieblings-Polizist, Phantom und natürlich treibende Kraft hinter den Three Phantoms, kündigte einen Auftritt in Hamburg an. Beim „Buddy Holly reloaded“ im Imperial Theater auf der Reeperbahn. Wie praktisch, statt eines Fliegers, würde es diesmal die U-Bahn tun… Aber: „Buddy Holly reloaded“? Was ist das eigentlich genau? Der Kartenbestellung (besagtes Theater ist nicht groß) folgte die Recherche.
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Galakonzert der Stimmen – 26. Januar 2014

U-Bahnfahren ist nicht nur gut für die Umwelt, manchmal entdeckt man auch den einen oder anderen Hinweis auf eine Veranstaltung, die man sonst wohlmöglich verpaßt hätte. So erging es uns u.a. mit diesem Galakonzert. Die Hamburger Musikhalle wäre sicherlich mit mehr Werbung noch besser besucht gewesen, aber schlußendlich war immerhin mehr plakatiert worden als bei ähnlichen Veranstaltungen zuvor.
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„Ich liebe Musik“ – Interview mit Tigran Martirossian

Philippe II., Mephistophele, Dossifei, Daland, Selim („Il Turco in Italia“), Dulcamara – das Repertoire, mit dem Tigran Martirossian das Publikum in Hamburg bisher begeisterte, ist breit gefächert und anspruchsvoll. Der seit 2005 fest an der Hamburgischen Staatsoper engagierte Baß beeindruckt mit seiner ruhigen, bestimmten Professionalität.
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Rodion Pogossov: Bühnentemperament hoch 3

Vor einem Jahr schrieben wir, daß ein „neuer“ Bariton immer neugierig macht. Zu dieser Zeit hatte Rodion Pogossov gerade in Hamburg als Posa im französischen „Don Carlos“ debütiert. Wir waren mit unserer
Begeisterung über die stimmlichen und schauspielerischen Fähigkeiten dieses russischen Sängers nicht allein. Das Publikum feierte seine Interpretation enthusiastisch.
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