„Straus und Strauss und Co.“ – 20. Februar 2021 (Stream)

Um das Pferd von hinten aufzuzäumen, hatten wieder getestete Mitarbeiter des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München Gelegenheit, im Theater verteilt, den großartigen Ensemblemitgliedern an unserem Gärtnerplatz-Theater den Beifall zu zollen, die sie für ihre Gesangsvorträge hochverdientermaßen erhalten müßten für diese Abendleistung, wenn nicht wieder der Abend ohne Theaterpublikum vonstatten hätte gehen müssen.
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„La Cenerentola – La bontá in trionfo“ – 6. Februar 2021 (Livestream)

Diese Wiederaufnahme im Stream zeigte eine besonders geglückte und humoristische Inszenierung von Brigitte FASSBAENDER, die die Handlung des nach dem Märchen „Aschenputtel“ mit dem Libretto von Jacopo Ferreti in die Schlösser von Ludwig II. Neuschwanstein und Schloß Linderhof verlegte – Schloßführung zu Beginn inbegriffen und ein besonderes Highlight die zu vermählende Angelina als Kaiserin Sissi von Österreich auftreten und den verkleideten Dandini als besagter Ludwig II. mit dem Hintergrund des Schlosses Neuschwanstein seine Auftrittsarie vortragen zu lassen. Zunächst aber war man nach der Ouvertüre in einem Museum des adeligen Hauses des Don Magnifico, insgesamt beste Inszenierungsideen.
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„Manon“ – 24. Januar 2021 (Stream)

Überraschenderweise hat die Hamburgische Staatsoper jetzt doch irgendetwas auf die Beine gestellt. Nach einem halbstündigen Bericht mit Ausschnitten aus der nicht gespielten und auch nicht gestreamten „Fledermaus“ und dem zugegebenermaßen sehr netten „Bühne frei“-Konzert gab es jetzt Massenets „Manon“, abrufbar im Stream zur geplanten Premierenzeit am 24. Januar 2021 sowie dann für achtundvierzig Stunden vom 27. Januar 2021 18 Uhr bis 29. Januar 2021 18 Uhr, vielleicht nicht ganz so die ideale Zeiten, wenn man selbst damit beschäftig ist, im Lockdown sein eigenes Berufsleben organisiert zu bekommen. Es gab auch keine Bezahlschranke, wobei man sich ja schon überlegen könnte, ob dies eigentlich angemessen ist.
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„Viktoria und ihr Husar“ – 23. Januar 2021 (Stream)

Mit diesem einmaligen Stream der Operette von Paul Abraham stellte das Staatstheater am Gärtnerplatz wieder eine Inszenierung auf seine Bühne, die einstmals wegen der Umbaumaßnahmen des Gärtnertheaters auf die Bühne des Prinzregententheaters in der Regie des Intendanten Josef E. KÖPPLINGER zum ersten Mal zur Aufführung kam.
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„Schön ist die Welt“ – 18. Januar 2021 (Stream)

Dieses Mal wagte sich die Bayerische Staatsoper an Franz Lehars musikalisches Meisterwerk „Schön ist die Welt“, also eine Operette, die man außer der „Fledermaus“ an Sylvester oder zu Karnevalszeiten dort kaum zu hören bekommt, geschweige denn zu sehen. Franz Lehar, der in diesem Stück auch wieder mal seinen Lieblingstenor Richard Tauber in wundervollen Tenorarien verewigte, schrieb hier eine seiner anspruchsvollsten Partituren. Leider konnte sich aber das 1930 uraufgeführte Werk (es sangen die Uraufführung Richard Tauber und die unvergessene Gitta Alpár) wenig auf den Bühnen durchsetzen, obwohl die Melodien darin eigentlich unvergeßliche Ohrwürmer sind.
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Neujahrskonzert Teatro la Fenice – 1. Januar 2021 (arte)

Wie alljährlich sendete arte auch zu Beginn des hoffentlich besser werdenden Jahres 2021 das traditionelle Neujahrskonzert aus dem Teatro la Fenice in Venedig, das in völlig anderer Weise als gewohnt dem Fernsehpublikum präsentiert wurde. Die Parkettreihen füllte das Orchester, die Bühne besetzte der Chor, und alle Beteiligten trugen schwarze Masken, auch der Chor sang mit Maske in schwarz, angelehnt an die Pestmasken des venezianischen Mittelalters.
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„Der Vetter aus Dingsda“ – 17. Dezember 2020 (Stream)

Was war das für eine Auferstehung der Ohrenwürmer unserer Kindheit, die man einstmals ohne das damals noch teure Fernsehen fast täglich im Radio hören konnte, und wo die Operette noch auf den einschlägigen Bühnen ihre Heimat hatte. „Ich bin nur ein armer Wandergesell“, „Strahlender Mond“ und vor allen Dingen „Onkel und Tante, ja das sind Verwandte, die man am liebsten nur von hinten sieht“ feierten in dieser Inszenierung von Lukas WACHERNIG ihre Auferstehung, zumal sich diese an die sechziger Jahre in Bühnenbild (sehr stimmig Judith LEIKAUF und Karl FEHRINGER), Kostümen (sehr passend dazu Dagmar MORELL) und Requisiten anlehnte.
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„Anna Bolena“ – 4. Dezember 2020 (Stream)

Die historische Figur der Anne Boleyn, die im Jahre 1536 nach dreijähriger Regierungszeit als Königin von England und Gemahlin von Heinrich VIII. den Tod wegen angeblicher Untreue fand (auch konnte sie nach der Erstgeborenen und späteren Elisabeth I. ihrem Gemahl nicht nach zwei Todgeborenen den männlichen Thronerben schenken), fand in Donizettis Meisterwerk mit dem Libretto von Felice Romani ihre musikalische Heimat. Der Komponist verewigte sich hier als Könner des Belcanto, für das er ja schließlich in all seinen Werken immer wieder sorgt, ob in musikalischen Komödien oder Tragödien, letzteres ist hier der Fall.
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„Rusalka“ – Metropolitan Opera 2014 (Stream)

Wenn alle Opernhäuser geschlossen sind, da greifen Internet-Inhaber gerne zu Aufführungen der Vergangenheit an den verschiedenen internationaler Opernhäusern, die meist besser den Vorstellungen des Publikums entsprechen, als manche Inszenierungen im eigenen Land. So streamte die Met, die ja leider für lange Zeit ihre Tore coronabedingt schließen mußte, eine Inszenierung der Märchenoper „Rusalka“, die in 2014 Otto SCHENK in einer ungewöhnlich märchenhaften und librettogerechten Weise auf die Bühne der Met bringen konnte. Bühnenbild und Kostüme entführte uns vorstellungsgerecht in die Zeit der Märchenwelt des 19. Jahrhunderts, wo in unseren Landen die Gebrüder Grimm Kinder und Erwachsene verzauberten.
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„Il Barbiere di Siviglia“ – 2018 (Stream)

Wie alle Theater sich jetzt bemühen, Premieren und Aufführungen aus ihrem Repertoire wenigstens im stream ihrem Publikum nahezubringen, hat sich auch Pesaro entschlossen, Rossinis Meisterwerk, die Komödie in zwei Akten, szenisch mit Publikum aus den eigenen Mitarbeiterreihen international allen Rossini-Freunden zu Gehör und Gesicht zu bringen. Die Produktion stammt von 2018, die von der Adriatica-Arena nunmehr ins Teatro Rossini verlegt wurde, und die von Pier Luigi PIZZI in einer sehbaren und äußerst durchdachten Weise auf die Bühne kam, ein wenig dem kleineren Haus angepaßt, und die mit viel humoristischen Szenen, einer comedia gerecht, begeistern konnte.
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