„La Traviata“ – 2021 (TV)

Hier handelt es sich um eine Fernsehübertragung aus der Arena di Verona, die an verschiedenen Abenden in 3Sat bzw. sogar ZDF ihren Platz gefunden hat, eine Seltenheit, daß man Opern generell im Fernsehen sehen und hören kann. Diese Inszenierung nach den Regie- und Bühnenbildideen des verstorbenen Franco ZEFFIRELLI – vermutlich ihm zu Ehren wieder aufgenommen – enthielt das Flair, das man sich in diesen immer wieder unvergeßlichen Opernaufführungen der Arena di Verona wünscht und vorstellt, ein Genuß italienischer Oper, die immer wieder die Opernbesucher aus aller Welt in die Arena lockt und wo man sich als Opernfreund wohlfühlt.
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„Schubert auf der Reise nach Atzenbrugg“ – 30. April 2021 (Stream)

„Ist das nicht das Wesen der Kunst, alle Toten wieder lebendig zu machen?“ Mit dieser Textstelle aus dem Gedankengut von Peter Turrini, der das Libretto zu dieser Oper über Franz Schubert schrieb, von Johanna Doderer meisterhaft komponiert- das Zitat paßt auch bestens zur heutigen Zeit – möchte sich die Rezensentin bei Komponistin und Librettisten bedanken für ein Werk, das die Opernbühnen erobern wird, zumal Frau Doderer eine moderne zeitgerechte Musik dazu schrieb, die klangfarbenreich und hörgerecht durchdacht komponiert ist.
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„Il segreto di Susanna“, Montagsstücke – 26. April 2021 (Stream)

Im Rahmen der montäglichen virtuell dem Publikum gebotenen kostenlosen Montagsstücke konnte die Bayerische Staatsoper ein selten gespieltes kleines Opernwerk eines Komponisten der Spätromantik, nämlich Ermanno Wolf-Ferrari anbieten, dessen Uraufführung ohnehin in München am 4. Dezember 1909 stattfand. Der Komponist schuf hier ein musikalisch hochkarätiges kleines Opernwerk mit fast lieblicher und doch mit vielen dramatischen Stellen beinhaltender Musik, vor allen Dingen arbeitete er für die Sänger gerade bei den dramatischen Stellen sehr viel gesangliche Spitzfindigkeiten hinein, wo sich Sopran und Bariton voll ausleben konnten.
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„Karneval der Tiere“ –Konzert für junges Publikum – 17. April 2021 (Stream)

Nach dem virtuellen Spaziergang im Tierpark Hellabrunn in München gab es für die Kinder und Erwachsenen ein besonderes Kleinod auf der Bühne des Staatstheaters am Gärtnerplatz, denn man konnte Gast sein beim „Karneval der Tiere“, den der Komponist Camille Saint-Saens als Suite für Kammerorchester für den Karneval schrieb, die er eigentlich gar nicht veröffentlichen wollte, weil er um seinen um seinen damals schon bestehenden guten Ruf fürchtete, da er in diesem Werk nicht nur allerlei Tierlaute durch die Instrumente imitierte, sondern auch Fragmente aus Kompositionen seiner Berufskollegen wie Jacques Offenbach bei den Schildkröten und Hector Berlioz und Felix Mendelsohn Bartholdy bei den Elefanten, sowie auch Gioachino Rossini-Parodien seiner Opern bei den Fossilien verwendet hat. Die Uraufführung fand erst im Jahre 1886 dann statt.
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„Montagsstück für Kinder: Töröööö“ – 5. April 2021 (Stream)

Der Osterhase der Bayerischen Staatsoper brachte den künftigen Opernbesuchern ein besonderes Osterei, nämlich entführte er sie, und dazu gehören auch die gespannt mit ihnen am Bildschirm sitzenden Erwachsenen, in den Tierpark Hellabrunn, der ja auch wegen der Pandemie unverständlicherweise für Besucher geschlossen gehalten werden muß. Deshalb war diese Idee besonders geglückt, Kindern und Erwachsenen dorthin einen Osterbesuch wenigstens virtuell gestatten zu können, und diesen Besuch mit Kinderliedern und dazu passenden Gedichten von Johann von Goethe, Christian Morgenstern, Joachim Ringelnatz und anderen zu untermalen.
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„Non(n)sens“ – 31. März 2021 (Online-Premiere)

Dan Goggins 1985 uraufgeführtes Musical war ursprünglich ein Kabarettprogramm, und ein bißchen merkt man es dem Stück auch an. Die Handlung um fünf Nonnen, die durch ein Benefiz-Konzert Geld für die Bestattung ihrer an einer Fischvergiftung verstorbenen Mitschwestern einnehmen möchten, verliert einige Male etwas den roten Faden, insgesamt ist es auch dadurch einen Tick zu lang. Das ändert aber nichts daran, daß dem Gärtnerplatztheater hier etwas gelungen ist, was großen Spaß macht; nicht nur dem Publikum, sondern auch allen Beteiligten.
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„Il Signor Bruschino“ – 22. März 2021 (Stream)

Im Wege ihrer Stream-Serie „Montagsstücke“ erlebte man an der Bayerischen Staatsoper ein Wagnis des Regisseurs Marus H. ROSENMÜLLER, der die einaktige Opera comique von Gioachino Rossini als Verschmelzung Oper mit Film auf die Bühne des Nationaltheater brachte. Der reizende Einakter mit dem Untertitel „ossia Il figlio per azzardo“ wurde aus diesem Grund in schwarz/weiß gezeigt und der während der kleinen Ouvertüre auch mit Untertiteln, die Handlung vorausschickend, Stummfilmcharakter zeigte, ein Experiment, das gelungen war und weder bei Musik und Gesang störend wirkte.
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„Der Rosenkavalier“ – 21. März 2021 (Stream/TV)

In alle Welt hinausgesandt, ob im Internet, Fernsehen oder Funk, die Bayerische Staatsoper war hier sehr aktiv und machte – wenn schon wegen Corona nicht im Haus – so doch in allen möglichen Medien ihre Neuinszenierung publik, um den Opernfreunden in aller Welt Richard Straussens Meisterwerk seh- und hörbar zu machen.
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„Primadonnen – Die Diven vom Gärtnerplatz“ – 13. März 2021 (Stream)

Intendant Köpplinger versuchte, mit dieser grandiosen Veranstaltung, die eigentlich auch wieder für die Bühne mit Publikum geplant war, nicht nur mit dem Klischee der sogenannten „zickigen Primadonnen“ aufzuräumen, sondern auch aufzuzeigen, welch technisch perfekte und somit gesanglich hervorragende „Primadonnen“ sich an seinem Haus befinden. Es wurde ein Abend mit viel Frauenpower, diese seine Meinung kann man nur unterstreichen.
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„Straus und Strauss und Co.“ – 20. Februar 2021 (Stream)

Um das Pferd von hinten aufzuzäumen, hatten wieder getestete Mitarbeiter des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München Gelegenheit, im Theater verteilt, den großartigen Ensemblemitgliedern an unserem Gärtnerplatz-Theater den Beifall zu zollen, die sie für ihre Gesangsvorträge hochverdientermaßen erhalten müßten für diese Abendleistung, wenn nicht wieder der Abend ohne Theaterpublikum vonstatten hätte gehen müssen.
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