Vom Schlagzeug an die Dammtorstraße – Interview mit Dovlet Nurgeldiyev

In Hamburg gibt es seit langem die schöne Tradition junge Sänger am Beginn ihrer Karriere zu unterstützen. Mit dem Internationalen Opernstudio wurde dieser Tradition ein erweiterter Rahmen gegeben. Hier begann auch der vielversprechende junge Tenor Dovlet Nurgeldiyev, der aus Ashgabat in Turkmenistan stammt, seinen beruflichen Weg.
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„L’elisir d’amore“ – 31. Oktober 2009

Donizettis „Liebestrank“ funktioniert eigentlich in der Regel, indem man fünf spielfreudige Sänger in ein malerisches Bühnenbild stellt, und sie machen läßt. DeNederlandse Opera ist unter der Regie von Guy JOOSTEN hier einen anderen Weg gegangen. Das Bühnenbild (Johannes LEIACKER) ist eher nicht malerisch, sondern stellt statt dessen eine Showbühne dar, auf der offenbar gerade eine am Strand spielende Revue geprobt wird, in deren Verlauf die Geschichte passiert. Dazu passen die teilweise sehr grellen Kostüme von Jorge JARA.
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Alexander Tsymbalyuk – Ein Porträt

Die Saison 2001 hatte gerade begonnen, in „Eugen Onegin“ lief das vierte Bild, ein neues Mitglied des Opernstudios sang die wenigen Noten des Hauptmanns und erregte mit dieser kleinen Rolle bereits Aufmerksamkeit ob der mächtigen Baßstimme und einer außergewöhnlich großen Bühnenpräsenz. In den folgenden Spielzeiten konnte man Alexander Tsymbalyuk in zahlreichen Rollen in Hamburg erleben wie z.B. Sparafucile, Colline, Biterolf, Masetto, Onkel Bonze, Ssurin („Pique Dame“), Zuniga, Angelotti, Ferrando, Ludovico, Graf Horn, Grenvil und Titurel. Auffallend war immer, daß auch in kleineren Partien plötzlich ein durchdachtes Rollenporträt die Figur aufwerten kann getreu dem alten Satz: „Es gibt keine kleinen Rollen…“
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„Aida“ – 19. April 2002

Die erste Überraschung bei unserem Besuch am Staatstheater Braunschweig war die Tatsache, daß es außerplanmäßig zu einer konzertanten Aufführung kam. Die zweite Überraschung war die gelungene musikalische Umsetzung sowie eine Besetzung, die sich nicht um die fehlende Bühne scherte, sondern auch darstellerisch das beste daraus machte.
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Lucio Gallo im Gespräch

Es gibt diesen Moment, in dem ich einen Sänger für mich „entdecke“. Bei Lucio Gallo geschah dies bei seinem ersten Grafen in der großartigen Hamburger Johannes-Schaaf-Produktion von „Le Nozze di Figaro“ 1991. In Hamburg sang er dann Belcore und Ford, bis auch er, wie so viele andere, während der Intendanz Hänseroth aus nicht nachvollziehbaren Gründen nicht mehr engagiert wurde. Seit den Hamburger Auftritten ist die Stimme enorm gewachsen. Von den Anfängen bei Mozart und Rossini hat sich der Bariton nunmehr schwereren Rollen zugewandt.
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