„La clemenza di Tito“ – 23. Oktober 2014

Mit dieser leider zumindest an unserem Opernhaus selten gespielten musikalisch so ausdrucksstarken Oper von Wolfgang Amadeus Mozart stellte sich die Assistentin von GMD Petrenko Oksana LYNIV mit einem außergewöhnlich frischen jugendlich temperamentvollem Dirigat vor; Mozart in dieser Weise zu dirigieren ist ein Ohrenschmaus, man kann von diesem jungen frischen Wind an unserem Opernhaus viel Neues und Bestes erwarten.
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Liederabend Anja Harteros – 30. Juni 2014

Absolut festspielwürdig gestaltete die Sopranistin Anja HARTEROS ihren Liederabend im Nationaltheater München. Als Liedbegleiter hatte sich die Künstlerin Wolfram RIEGER erwählt, der sie routiniert mit äußerst einfühlsamer Musikalität am Flügel begleitete. Frau Harteros hatte sich für diesen ihren Abend Lieder von Franz Schubert und Johannes Brahms gewählt.
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„Il barbiere di Siviglia“ – 26. Mai 2014

Man war erschüttert, als man die vielen Eintrittskarten zum Verkauf am Eigang der Bayerischen Staatsoper wahrnahm, die offenbar alle nur wegen ihm – dem derzeit besten und begehrtesten Rossini-Tenor Juan Diego Floréz – gekauft wurden. Schade, dieser Teil des Publikums hat eine Aufführung versäumt, die ihm alles geboten hätte, was eine Oper besuchenswert macht.
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„Mirandolina“ – 30. April 2014

Nach der Komödie „La Locandiera“ von Carlo Goldoni komponierte und betextete der Komponist Bohuslav Martinú seine Oper „Mirandolina“, ein Werk, das kaum aufgeführt, aber eine ins Ohr dringende Musik enthält, vor allen Dingen findet man hier Anklänge an Mozart und Puccini und anderen Komponisten, die Martinú in seiner Komposition verarbeitet hat, die aber dazu noch die Moderne enthält, und daher zu seinen eigenen musikalischen Ideen wurde.
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„La Traviata“ – 25. April 2014

Mit gemischten Erwartungen betrat man an diesem Abend das Nationaltheater, da die vorgesehene Sopranistin wegen Erkrankung absagte, und man eine in München nicht bekannte Sängerin auf dem Besetzungszettel fand. Aber diese Sängerin namens Aurelia FLROIAN machte diesen „Traviata“-Abend zu einem unvergeßlichen, schon allein die Bühnenpräsenz dieser aufstrebenden Sopranistin war faszinierend, dazu ihre perfekt geschulte Stimme, aus der Mittellage heraus kamen leise gut verständliche Piani-Höhen, gepaart mit einem seelenvollen Stimmausdruck, besonders hörbar in ihrer großen Arie „È strano“ und im Duett des 2. Akts mit Giorgio Germont.
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„Simon Boccanegra“ – 17. April 2014

oder: wenn alles schief geht, und es ging so vieles schief an diesem Abend.

Hat denn der Regisseur Dmitri TEHERNIAKOV überhaupt das Libretto von Francesco Maria Piave gelesen, bevor er sich an die Inszenierung des Stücks heranwagte? Er machte aus dem mittelalterlichen Genua ein modernes, strich kurzerhand aus dem Vornamen der historischen Figur des Simone Boccanegra das e weg und inszenierte frisch fröhlich seine eigene Handlungsidee. War das wohl der Grund, warum zwei der vorgesehenen Hauptprotagonisten die augenblickliche ganze wieder aufgenommene Produktion abgesagt haben?
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„La Cenerentola“ – 9. März 2014

Einen solchen Rossini-Abend zu erleben, danach sehnt sich jeder Freund des großen Komponisten des 19. Jahrhunderts. Spezialisten für seine reichen anspruchsvollen Koloraturen für Sänger in seinen Kompositionen waren zudem an diesem Abend am Werk. Auch erwies sich der Dirigent des Abends Riccardo FRIZZA nach anfänglicher Zurückhaltung bei der Ouvertüre als ausgesprochener Könner für Rossini-Opern, leicht und anschmiegsam führte er das BAYERISCHE STAATSORCHESTER, besonders zu bemerken nicht nur bei der Gewitter-Musik.
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„Der Rosenkavalier“ – 5. März 2014

Es war der Abend des Kirill PETRENKO. Sein Dirigatstil ist beeindruckend, er vermag aus einem Orchester gefühlvoll und weich alles herauszuholen, man hört sogar alle Instrumente solistisch heraus, was gerade bei Richard Strauss wichtig erscheint. Auch seine Sängerführung könnte nicht eindrucksvoller sein, da er die Stimmen durch einen Abend trägt.
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