„Maria Stuarda“ – 22. März 2018

Donizettis so selten aufgeführtes Belcanto-Werk, das der Komponist mit schwer gesanglich zu bewältigten Arien und Terzetten sowie Choreinlagen ausstattete, kam am Staatstheater am Gärtnerplatz zur Aufführung. Gesungen wurde in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln. Diese Tragedia lirica mit dem Libretto von Giuseppe Bardari, die den historischen Hintergrund der Hinrichtung der schottischen Königin Maria Stuart durch die Königin von England Elisabeth I. zum Inhalt hat, konnte durch den Regisseur Michael STURMINGER nicht eindrucksvoller auf die Bühne gebracht werden.
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„My fair Lady“ – 13. Februar 2018

Selten erlebt man einen stehenden Applaus des Publikums nach einer Premiere – aber so geschehen an diesem Faschingsdienstag im Staatstheater am Gärtnerplatz. Es war ein Musicalabend der Superlative, hier stimmte alles, die Regie wieder vom Intendanten selbst Josef E. KÖPPLINGER sowie Bühnenbild und Kostüme von Rainer SINELL und Marie-Luise WALEK und natürlich die überragende Leistung der Sängerdarsteller.
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„Der Wildschütz“ – 20. Januar 2018

Diese so selten aufgeführte deutsche Spieloper fand nach langen Jahren des Verstummens endlich wieder einen Platz im Spielplan eines Opernhauses. Die Regie des Werks oblag Georg SCHMIEDLEITNER, der das Handlungsgeschehen auf einer beweglichen Drehscheibe spielen ließ (Bühne Harald B. THOR), nicht ganz ungefährlich für die Sängerdarsteller.
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„Die Zirkusprinzessin“ – 29. Dezember 2017

Mit dieser Wiederaufnahme der einstmals wegen der Umbaumaßnahmen unseres Gärtnertheaters am 19. Juli 2014 im Circus Krone stattfindenden Inszenierung des leider so selten auf den Bühnen zu findenden Ooerettenwerks von Emmerich Kálmán zeigte es sich mal wieder, welch Könner der Regisseur des Stücks Josef E. KÖPPLINGER ist, der einstmals das Stück so inszenierte, daß es mühelos auch auf der Bühne des im alten Glanz wieder erstandenen Staatstheater am Gärtnerplatz bestens Platz fand. In dieser Wiederaufnahme ließ er Clowns und Gaukler nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Publikum auftreten, auch in den einzelnen Szenen traten die Protagonisten aus dem Publikum heraus auf die Bühne, so daß, den Zuschauerraum miteinbezogen, von vorneherein für eine Zirkusatmosphäre gesorgt war. Im übrigen mag auf die Besprechung vom Juli 2014 ganz eingegangen werden.
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„Hänsel und Gretel“ – 10. Dezember 2017

An diesem Tag entführte uns das Staatstheater am Gärtnerplatz in die Märchenwelt der Gebrüder Grimm, und hier stimmte nämlich alles von der Regie angefangen nach einer Inszenierung von Peter KERTZ (Wiederaufnahmeleitung Ferdinand HOFMANN) über ein märchenhaft gelungenes Bühnenbild mit den Kostümen nach Hermann SCHERR bis hin zum gekonnten Dirigat des Chefdirigenten des Staatstheaters am Gärtnerplatz Anthony BRAMALL, der schon bei der Ouvertüre und beim Zwischenspiel der Traumvisionen der Kinder mit vierzehn Engel beim Schluß des 2. Bildes aufzeigte, daß der Komponist Engelbert Humperdinck sich in Richard-Wagner-Nähe bewegte (schließlich war er einige Zeit Assistent von Richard Wagner in Bayreuth).
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„Martha“ – 19. November 2017

An diesem Abend vermißte man besonders Vicco von Bülow – alias LORIOT – der wohl vom Himmel aus diese seine so stimmige Inszenierung mit viel humoristischen Ideen seinerseits betrachtete, in der er das konservative Königreich Großbritannien bestens aufzeigte. Die Hauptfigur des Stücks Lady Harriet ist ja schließlich auch Hofdame der Queen Victoria, so daß man dieses Stück auch traditionell inszenieren muß.
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„Die Lustige Witwe“ – 19. Oktober 2017

Die Uraufführung dieser beliebten Operettenkomposition von Franz Lehar fand am 30. Dezember 1905 am Theater an der Wien statt, also zu einer Zeit, als es neun Jahre vor dem Ausbruch des 1. Weltkriegs politisch an allen Ecken und Enden brodelte, so daß sich die Menschen auf einem Tanz auf dem Vulkan befanden. Befinden wir uns nicht in derzeit ähnlicher Situation? Man sucht ähnlich wie damals Amusement in jeglicher Weise, um das drohende Kommen irgendwie abzuschütteln.
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Eröffnungsgala Staatstheater am Gärtnerplatz – 15. Oktober 2017

Es ist soweit! Und Gott sei Dank war es soweit. Nach fünfjährigen Umherwandern in Münchens Theatersälen kann endlich das Staatstheater am Gärtnerplatz – „unser Gärtnertheater“ – nach dieser langen Bauphase wieder am alten Platz unvergeßliche Aufführungen bieten, so, wie es sie seit seinem Bestehen mit ebenso unvergeßlichen Künstlern geboten hat.
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„Die Faschingsfee“ – 28. Februar 2017

Emmerich Kalmans selten gespieltes Werk fand nun endlich einmal seine Aufführung im Staatstheater am Gärtnerplatz unter der Regie seines Intendanten Josef E. KÖPPLINGER, der auch den Text dazu für sein Theater verfaßte. Die Aufführung fand im Theatersaal des Alten Messegeländes in München statt, den Herr Köpplinger durchdacht für seine Regie ausnutzte, indem er das Publikum mit links und rechts zwei Reihen von Stühlen aufgestellt aktiv teilnehmen ließ.
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