Auch so kann man librettogerecht inszenieren. Barbara WYSOCKA verlegte die bekannte Handlung in die Zeit der fünfziger Jahre, wo Heiraten aus Geld- und Staatsraisongründen neben Korruption in höchsten Kreisen Gang und Gäbe waren, so daß diese ihre Inszenierung man als glänzend durchdacht und publikumsverständlich bezeichnen kann.
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Schlagwort: Autor: I.St.
„La Bohème“ – 27. Januar 2015
Giacomo Puccinis großartiges Verismo-Werk fand wieder einmal in der traditionellen Inszenierung von Otto SCHENK viel Anklang beim Publikum, eine Inszenierung, die sich glücklicherweise schon Jahre am Spielplan der Bayerischen Staatsoper hält und die auch immer ein Garant für ein ausverkauftes Haus darstellt, was auch diesesmal der Fall zu sein schien.
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„Cinq-Mars“ – 25. Januar 2015
Mit einer sensationellen konzertanten Aufführung der nahezu unbekannten Oper „Cinq-Mars“ (man findet sie in keinem Opernführer) von Charles Gounod gedachte der Bayerische Rundfunk dem viel zu früh verstorbenen Chefdirigenten seines Orchesters Marcello Viotti zum 10. Todestag. Es könnte für ihn kein würdigeres Gedenken geben, als dieses Werk wenigstens konzertant auf die Bühne zu bringen, da er ja ein großer Entdecker selten gespielter Werke war.
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„Fidelio“ – 3. Januar 2015
Leider konnte man von diesem Fidelio in Erl nur die grandiose orchestrale Leistung unter dem Dirigat von Maestro Gustav KUHN mit nach Hause nehmen, der wie, bei „Fidelio“-Interpretationen vor dem Schlußakt üblich, die 3. Leonoren-Ouvertüre zum Höhepunkt des Abends durch präzise Stabführung und Einfühlungsvermögen in Beethovens einzigartiges Opernwerk machen konnte.
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„L’elisir d’amore“ – 31. Dezember 2014
Mit großer Spielfreudigkeit präsentierten sich alle Protagonisten, untermalt vom BAYERISCHEN STAATSORCHESTER unter der donizettigerechten Stabführung von Asher FISCH, in dieser so stimmig inszenierten Belcanto-Oper.
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„Le nozze di Figaro“ – 17. Dezember 2014
Mit Mozarts opera buffa in vier Akten wartete die Bayerische Staatsoper wieder der guten und durchdachten Inszenierung von Dieter DORN auf, in der nur immer wieder der 4. Akt merkwürdig und störend erscheint, da Garten und -Lauben durch weiße Tücher zum Verstecken der handelnden Personen ersetzt werden.
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„Il turco in Italia“ – 28. November 2014
Und man traf die meisten wieder auf der Bühne – die besten Rossini-Interpreten der Weltbühnen – alle Pesaro erprobt und daher gibt es wohl wenige andere, die die Kompositionen des Belcantokönners Giachino Rossini so meisterhaft interpretieren können.
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„Wiener Blut“ – 26. November 2014
Johann Strauß hat, wie das interessante Programmheft verrät, die Uraufführung am 26.10.1899 dieser Erfolgsoperette mit zündenden Melodien selbst nicht mehr erlebt, sie wurde mit Hilfe von Adolf Müller jun. aus seinen bekanntesten Melodien zusammengestellt, da sich Strauß für eine Neukomposition aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr im Stande fühlte.
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„Die Loreley“ – 23. November 2014
Im Rahmen des 2. Münchener Sonntagskonzerts stellte der Bayerische Rundfunk wieder eine völlig unbekannte Oper, nämlich die vertonte Geschichte der Loreley, von Max Bruch in konzertanter Form vor.
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„Les Pecheurs des perles“ – 19. November 2014
Mit dieser so selten gespielten Erstkomposition von Georges Bizet zeigte das Theater an der Wien durch seine Regisseurin Lotte DE BEER eine momentan befremdliche, später aber – nach einigem Nachdenken – verständliche und librettogerechte (Michel Carré und Eugène Cormon) Inszenierung auf. Schon beim Eintritt in den Zuschauerraum wurde man in das Leben der Perlenfischer Ceylons, auf der Bühne durch Statisten dargestellt, entführt, denen bei Beginn der Oper durch ein Fernsehteam ihre Hütten abgekauft und niedergerissen wurden, um dem Fernsehpublikum (dem Chor in verschiedenen häuslichen Szenen im Hintergrund der Bühne) das Handlungsgeschehen im Wege eines Livedrehs mit Sängerschauspieler nahe zu bringen.
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