Interview mit Carlo Colombara

/Herr Colombara, Sie weilen derzeit in München zu einer Wiederaufnahme der Verdi-Oper „Luisa Miller“, in der Sie den Conte di Walter interpretieren. Claus Guth übernahm die Inszenierung und hatte dafür etwas eigenwillige Regiegedanken. Wie denken Sie, der Sie in aller Welt singen, überhaupt über die heutigen Regie-Ideen an Opernhäusern?
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Alexander Tsymbalyuk – Ein Porträt

Die Saison 2001 hatte gerade begonnen, in „Eugen Onegin“ lief das vierte Bild, ein neues Mitglied des Opernstudios sang die wenigen Noten des Hauptmanns und erregte mit dieser kleinen Rolle bereits Aufmerksamkeit ob der mächtigen Baßstimme und einer außergewöhnlich großen Bühnenpräsenz. In den folgenden Spielzeiten konnte man Alexander Tsymbalyuk in zahlreichen Rollen in Hamburg erleben wie z.B. Sparafucile, Colline, Biterolf, Masetto, Onkel Bonze, Ssurin („Pique Dame“), Zuniga, Angelotti, Ferrando, Ludovico, Graf Horn, Grenvil und Titurel. Auffallend war immer, daß auch in kleineren Partien plötzlich ein durchdachtes Rollenporträt die Figur aufwerten kann getreu dem alten Satz: „Es gibt keine kleinen Rollen…“
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Ein Schwanenritter auf dem Weg zur Wartburg – Interview mit Scott MacAllister

Wie sollte er musikalisch eigentlich sein, der ideale Lohengrin? Kraftvoll im Gesang, aber nicht gebrüllt? Lyrisch, aber hörbar? Nun, letztendlich definiert dies jeder von uns für sich anders, aber als ich im vergangenen September die Premiere des Lübecker „Lohengrins“ saß, dachte ich mir: ja, eigentlich genau so.
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Finnische Ansichten – Interview mit Jorma Silvasti

Es war im Jahr 2001, als ich, eigentlich begierig auf die entsprechende Kupfer-Inszenierung, in einer Aufführung des „Fliegenden Holländers“ an der Staatsoper Unter den Linden saß, und plötzlich dieser Tenor auf die Bühne kam, der Erik von einer Randerscheinung zur Figur aus Fleisch und Blut machte. Danach habe ich mich bei jeder weiteren von diesem Sänger interpretierten Rolle, egal ob Loge, Laca, Siegmund, Max oder schließlich Živný, neben seiner ungeheuer reizvollen Stimme immer wieder an der komplexen Ausarbeitung des jeweiligen Charakters erfreuen können.
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Vom Wiener Sängerknaben zum lyrischen Bariton – Interview mit Paul Armin Edelmann

Ein Gespräch mit Paul Armin EDELMANN Nach den Gesprächen mit Vater Edelmann und dem älteren Bruder Peter war es mir nicht nur ein Bedürfnis und Wunsch, sondern ein absolutes Muß, auch Paul Armin Edelmann um ein Gespräch zu bitten. Wie oft kommt es sonst schon vor, daß von einem begnadeten Künstler ein ebenso talentierter wie interessanter Nachwuchs sich die Opern und Konzernbühne erobert.
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Otto Edelmann und der 85. Geburtstag

Punktgenau zum 85. Geburtstag am 5. Februar 2002 von Kammersänger Otto EDELMANN gab es viele Ehrungen und Veranstaltungen, und so kamen wir überein, unser Gespräch auf ruhigere Zeiten zu verlegen, daß es dann Ende Juni wurde lag daran. Die Zeit ist ein gar sonderbares Ding, auch für einen Sänger, der als einer der besten Ochs-Interpreten in der Musikgeschichte des vorigen Jahrhundert geführt wird.
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