„Don Giovanni“ – 14. März 2026

Diese von Wolfgang Amadeus Mozart unvergeßliche Komposition darf natürlich in den vom Staatstheater am Gärtnerplatz veranstalteten Mozartwochen nicht fehlen.

Die Premiere des Stücks fand während der Umbauphase des Staatstheaters bereits am 24. Juli 2017 im Cuvilliétheater in München statt und läuft seither in der librettogerechten Inszenierung von Herbert FÖTTINGER im Wege von Wiederaufnahmen am Staatstheater am Gärtnerplatz.

Herr Föttinger legte das Stück in die Jetztzeit, wo hier auch halbnackte Mädchen bei den vom Titelgeber veranstalteten Festivitäten auftraten. Komtur war nach bei und nach der Friedhofszene bis zum Ende in Form einer Steinfigur auf der Bühne, letztere und Kostüme lagen in den bewährten Händen von Walter Vogelweider und Alfred MAYERHOFER. Die Inszenierung zeigt also gute Inszenierungsideen.

An diesem Abend war fast das ganze Ensemble des Gärtnertheaters auf der Bühne, wobei aber gleich zu bemerken wäre, daß Daniel GUTMANN hier in der Titelpartie eine außergewöhnliche stimmliche und darstellerische Leistung vorstellte, gepaart mit einer beeindruckenden sportlichen Leistung in vielen Szenen. Besonders die Schlußszene wo sich der Titelträger im Wahn erschoß, wird in Erinnerung bleiben. Rèka KRISTOF als Donna Anna konnte sich bis zu ihrer großen Arie steigern, während Gyula RAB wie stets einen perfekt gesungenen Don Ottavio vorstellen konnte.

Der Komtur von Holger OHLMANN erklang rollengerecht. Anna-Katharina TONAUER begeisterte das Publikum als Donna Elvira, vor allen Dingen erklang ihre große Arie in bester stimmlicher Disposition, was ihr auch vom Publikum sehr gedankt wurde. Eine Bestinterpretation stellte Lukas Enoch LEMCKE als Leporello vor, nicht nur stimmlich, sondern vor allen Dingen auch darstellerisch zeigte er eine perfekte Leistung.

Eine besondere Aufmerksamkeit ist auf Anna TETRUASHVILLI als Zerlina zu legen, sie zeigte nicht nur eine ausdrucksstarke Bestleistung in der Darstellung bis zum Ende der Oper, sondern stellte auch eine reine und bestens geschulte Sopranstimme vor. Eine Künstlerin, die man gerne in anderen Rollen erleben möchte. Jeremy BOULTON als Masetto war rollengerecht besetzt.

Der Dirigent des Abends war Michael BALKE, der das ORCHESTER DES STAATSTHEATERS AM GÄRTNERPLATZ perfekt und kompositionsgerecht durch den Abend führte. Dazu erklang das Hammerklavier von Eleonora SICILIANO, bestens eingefügt in die großartige Orchesterleistung. Die gute CHOReinstudierung war wieder in den Händen von Dovile ŠIUPĖNYTĖ. I.St.