Mit diesem Auftakt am Dreikönigstag stellte sich das ORCHESTER DES STAATSTHEATERS AM GÄRTNERPLATZ in einer außergewöhnlichen Bestinterpretation vor, geführt von einem Dirigenten der Spitzenklasse Michael BALKE, der internationale Erfolge feiert und Erster Gastdirigent des Hauses ist. Es wurde auch ein Programm ausgewählt, das dem Publikum in bester musikalischer Form vorgestellt wurde.
Man hatte dazu auch noch die Starsopranistin des Staatstheaters am Gärtnerplatz Jennifer O’LOUGHLIN dazu genommen, die gleich vorweg einen Riesentriumph mit dem „Frühlingsstimmen-Walzer“ von Johann Strauß vollendet gesungen mit schönsten Koloraturen ausgestattet, feiern konnte. Begonnen wurde der Abend mit Leonard Bernsteins Ouvertüre zu „Candide“, ein Werk zur Eröffnung eines Konzertabends bestens geeignet, und Herr Balke zeigte infolge seines großen Könnens mit den „Ungarischen Tänzen“ von Johannes Brahms, und entführte das Publikum weiter mit der Polka von Johann Strauß „Èljen a Magyár“ in das Milieu Ungarns, und zeigte hier, wie man aus Orchesterstücken die Seele eines östlichen Volkes musikalisch herausgearbeitet vorstellen kann.
Nach der Pause gab es dann die Ouvertüre zum „Freischütz“, in der Interpretation das kommende Handlungsgeschehen erahnend, und als Nonplusultra die Suite für Orchester „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss, was so vorgestellt letzteres das Publikum zu einem frenetischen Applaus hinriß. Herr Balke vermag aus dem Orchester sein eigenes musikalisches Gefühl herauszuholen, was ihm an diesem Abend bestens gelang.
Es gab zum Schluß noch zwei Zugaben, hier durfte die Polka von Johann Strauß „Mit Donner und Blitz“ nicht fehlen. In der Intendantenloge saß der Chef des Hauses, der äußerst zufrieden und entspannt den Abend genoß. Mit den Neujahrswünschen des Intendanten Josef E. Köpplinger und des Orchesters mit seinem Dirigenten Michael Balke schickte man das Publikum beglückt nach diesem vollendeten musikalischen Genuß in die Nacht.
Und dazu noch eine Anmerkung: Man traf im Lift noch eine Besucherin, die mit den Worten „Das Gärtnertheater ist doch das beste musikalische Theater in München“ in die Vorstellung fuhr. Dieser Meinung muß man sich anschließen, zumal dieser Konzertabend doch mit hoher Musikalität das Kommende in diesem neuen Jahr 2026 mit viel Bestleistung verspricht. I.St.