„Die Rose von Stambul“ – 11. Mai 2014

„Von Reformen, ganz enormen, träumen wir am Bosporus“. Dieser Slogan, abgedruckt im Programmheft des Abends, ist für diese Operette von Leo Fall äußerst zutreffend. Die Komposition von Leo Fall mit dem Libretto von Julius Brammer und Alfred Grünwald zeigt schon im Jahre 1916 – Zeitpunkt der Uraufführung– die Probleme zwischen Orient und Okzident auf, die allgegenwärtig sind. Mädchen werden hier ohne den Bräutigam überhaupt zu kennen mit diesem verheiratet, in den Harem kann man nur gelangen, wenn man sich als Frau verkleidet, und doch finden Frauen immer wieder Gelegenheit, doch an den Mann ihres Herzens zu gelangen. Wie dies zu geschehen hat, erzählte uns Leo Fall mit den uns immer wieder zu Herzen gehenden zündenden Melodien („Ein Walzer muß es sein“, „Ach sag’doch Schnuggi zu mir“, „Oh Rose von Stambul nur Du allein“) zusammen mit seinen Librettisten.
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„Feuersnot“ – 26. Januar 2014

Mit diesem Singgedicht von Richard Strauss wartete diesesmal der Bayerische Rundfunk bei einem Sonntagskonzert in konzertanter Form auf. Dieser junge Richard Strauss – er schrieb dieses Werk nach seiner Absage, hier in München GMD zu werden, in Berlin, was im Verein mit seinem Librettisten Ernst von Wolzogen voll seine Verärgerung darüber ausdrückt, da die verwirrende fast komisch wirkende Geschichte im mittelalterlichen München spielt. Zudem näherte er sich darin auch Richard Wagner an, den musikalisch zu erreichen er damals aufgab, obwohl sehr viele Motive aus Wagner-Oper in diesem Werk zu finden sind. Auch einige Walzerpassagen konnte man darin hören, die den zukünftigen „Rosenkavalier“ erahnen lassen. Rundherum ließ dieses Jungwerk des Komponisten schon die späteren Erfolge erahnen.
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