„Les Pecheurs des perles“ – 19. November 2014

Mit dieser so selten gespielten Erstkomposition von Georges Bizet zeigte das Theater an der Wien durch seine Regisseurin Lotte DE BEER eine momentan befremdliche, später aber – nach einigem Nachdenken – verständliche und librettogerechte (Michel Carré und Eugène Cormon) Inszenierung auf. Schon beim Eintritt in den Zuschauerraum wurde man in das Leben der Perlenfischer Ceylons, auf der Bühne durch Statisten dargestellt, entführt, denen bei Beginn der Oper durch ein Fernsehteam ihre Hütten abgekauft und niedergerissen wurden, um dem Fernsehpublikum (dem Chor in verschiedenen häuslichen Szenen im Hintergrund der Bühne) das Handlungsgeschehen im Wege eines Livedrehs mit Sängerschauspieler nahe zu bringen.
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„Giovanna d’Arco“, – 8. November 2014

Die Video-Produktionsfirma fettFilm (in Person von Momme HINRICHS und Torge MØLLER) hat sich auf Theater- und Opernaufführungen spezialisiert. Angesichts der Tatsache, daß die wenigen mit bekannten Produktionen, an denen sie beteiligt waren, mir in eher nicht positiver Erinnerung blieben (z.B. „Rigoletto“ in Lübeck), hatte ich ein wenig Vorbehalte, als ich nun sah, daß sie erstmals eine Oper selbst inszenieren würden. Der Eindruck war zwar ein zwiespältiger, aber im Großen doch eher positiv.
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Gala-Konzert – 2. November 2014

Das Internationale Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper feiert in diesem Jahr sein zwanzigjähriges Bestehen. Gegründet unter der inzwischen schon legendären Intendanz Ruzicka/Albrecht und unter den GMD Ingo Metzmacher und Simone Young niemals in Frage gestellt, scheint die Zukunft noch nicht abschließend gesichert. Bislang gibt es, wie man der Tagespresse entnehmen konnte, noch keine Entscheidung über den Abschluß des aktuellen Durchganges hinaus.
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„La clemenza di Tito“ – 23. Oktober 2014

Mit dieser leider zumindest an unserem Opernhaus selten gespielten musikalisch so ausdrucksstarken Oper von Wolfgang Amadeus Mozart stellte sich die Assistentin von GMD Petrenko Oksana LYNIV mit einem außergewöhnlich frischen jugendlich temperamentvollem Dirigat vor; Mozart in dieser Weise zu dirigieren ist ein Ohrenschmaus, man kann von diesem jungen frischen Wind an unserem Opernhaus viel Neues und Bestes erwarten.
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„Peter Grimes“ – 21. Oktober 2014

Mit einer Fülle von Plastikfolien auf der Bühne, in die sich Protagonisten, Chor und Statisten verhüllten und enthüllten, sogar das Schiff des unglücklichen in den Tod getriebenen Peter Grimes war aus duchsichtigem Plastik auf der Bühne zu bewundern, stellten Regisseur Balazs KOVALIK und Bühnenbildner Csaba ANTAL die Atmosphäre des handlungsbestimmenden Fischerdorfes in Oldengland „The Borough“ auf die Bühne, in dem es noch Kinderarbeit gab und dazu Brutalitäten bei diesen armen Geschöpfen gang und gäbe waren. Auch bei alleinstehenen Frauen – wie hier die Lehrerin Ellen Orford – waren Diskriminierung und Unterdrückung an der Tagesordnung.
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„Macbeth“ – 27. September 2014

Möglicherweise hat der Regisseur Carlos WAGNER im Vorfeld seiner Kieler „Macbeth“-Produktion eine Aufführung in Lübeck besucht. Das Konzept erinnerte nämlich verdächtig an diese. Auch hier geht es um Kinder, allerdings eher aus der Sicht von Macbeth und nicht aus der der Lady. Aber hier wie dort, wollte das Konzept einfach nicht so recht aufgehen, bzw. es war in beiden Fällen mehr oder weniger schlecht umgesetzt.
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